Suchmaschinenoptimierung: Selber machen oder eine Agentur beauftragen?

Suchmaschinenoptimierung

Bei der Suchmaschinenoptimierung sind viele Unternehmen heute immer noch nicht weiter als vor 10 oder 12 Jahren. Die Kernfrage lautet nach wie vor: Gar nichts tun, selber machen oder eine Agentur beauftragen? In diesem Artikel soll der Frage nachgegangen werden, was für den Einsatz einer SEO-Agentur spricht.

Das Problem ist in den meisten Fällen hausgemacht: Für die Website bzw. das Online-Marketing wird von vielen Unternehmen (etwa des produzierenden Mittelstandes) nicht übertrieben viel Geld ausgegeben, so dass in Sachen Suchmaschinenoptimierung (SEO) auch über längere Zeit hinweg keine guten Resultate erzielt werden. Man könnte auch sagen: Von nichts kommt nichts.

Von nichts kommt nichts bei der Suchmaschinenoptimierung

Demgegenüber stehen die (nicht selten vollmundigen) Versprechen der Agenturen: Mehr Seitenbesucher, mehr Kunden und mehr Umsatz werden von ihnen als Argumente angeführt. Was vor noch nicht allzu langer Zeit eine Art „Geheimwissenschaft“ war, die eher im Stillen beworben und vermittelt wurde, ist heute ein ganz normales Business, das offensiv vermarktet wird – wie etwa hier: SEO von den Profis mit „100 % Geld-zurück-Garantie“.

Das klingt gut, aber ist der Einsatz solcher Profis wirklich nötig? Warum schneiden viele Unternehmen mit ihren Websites in Suchmaschinen so schlecht ab? Das Problem ist von struktureller Natur. Gute Ergebnisse in Suchmaschinen ließen sich noch nie mit nur einer einfach gestrickten Website erzielen. Diese war und wird bestenfalls dann gut gefunden, wenn gezielt nach dem dazugehörigen Firmennamen (der meist der Domain entspricht) gesucht wird. In neuerer Zeit hilft bei Google auch der lokale Bezug, d. h. beim Suchen bekommt man vermehrt (mehr oder weniger) passende Ergebnisse aus dem näheren Umkreis angezeigt. Dem Einzelhandel mag das helfen, für das verarbeitende Gewerbe ist es meistens unerheblich (weil der Vertrieb international orientiert ist).

Wo ein Unternehmen in Suchmaschinen wirklich steht, offenbart meist eine generische Suche nach Produkten bzw. einer Produktkategorie. Viele Unternehmen, die bei der Suche nach ihrem Firmen- oder Markennamen noch zuverlässig ganz oben auf Seite 1 der Suchergebnisse stehen, landen bei einer generischen Suche irgendwo unter „ferner liefen“, d. h. auf Seite 2 oder 3 – schlimmstenfalls auch erst auf Seite 17 oder 18.

Abhilfe wäre leicht möglich, etwa mit einem Corporate Blog. Mit vergleichsweise wenig Aufwand lassen sich mit einem Blog auf längere Sicht sehr gute Ergebnisse bei der Suchmaschinenoptimierung erzielen. Beim Content-Marketing verhält es sich nicht anders: Kontinuierlich erzeugte Inhalte von guter Qualität führen zu guten Rankings bei Google. Beides lässt sich auch sehr gut kombinieren. Der Nachteil: Beide Ansätze bzw. deren Kombination wirken nicht auf die Schnelle, sondern sie benötigen mindestens 1 bis 2 Jahre Vorlaufzeit. Also doch besser eine Agentur beauftragen?

Was für den Einsatz einer Agentur spricht

Für den Einsatz einer Agentur sprechen mehrere Gründe:

  1. Das Know-How zur Suchmaschinenoptimierung ist im Unternehmen nicht vorhanden bzw. kann nicht auf die Schnelle selbst aufgebaut werden.
  2. Entsprechende Ergebnisse sollen relativ schnell erzielt werden (schneller als mit einem Corporate Blog bzw. mit Content-Marketing möglich wäre).
  3. Wichtige Wettbewerber erzielen in Suchmaschinen deutlich bessere Ergebnisse, was nur mit Spezialkenntnissen adressiert werden kann.
  4. Bevor eigenes Know-How aufgebaut bzw. zusätzliches Personal eingestellt wird, soll der Nachweis erbracht werden, dass mit Hilfe von SEO bestimmte Ziele im Online-Marketing erreicht werden können.

Es gibt also mehrere Ansatzpunkte bei diesem Thema. In der Regel spielt der Faktor Zeit dabei die größte Rolle: Eine erfahrene Agentur wird meist schneller gute Ergebnisse liefern können als ein hauseigene Team, wenn sie mit mehr Erfahrung und der besseren Analyse-Software aufwarten kann.

Wie man die passende SEO-Agentur findet

Es bleibt jedoch die Qual der Wahl. SEO-Agenturen gibt es beinahe wie Sand am Meer. Dazu kommt, dass viele Marketing-Agenturen inzwischen die Suchmaschinenoptimierung als zusätzliches Geschäftsfeld bzw. als Einnahmequelle für sich entdeckt haben.

Unternehmen tun in dieser Situation gut daran, für sich selbst erst einmal eine Art Lastenheft zu erstellen, in dem aufgelistet wird, was die Agentur leisten soll: Geht es nur um das Ranking der Website? Oder soll ein Online-Shop gepusht werden? Im Extremfall kann sogar erwünscht sein, Produkte auf Amazon besser sichtbar zu machen. Die Anforderungen können also sehr speziell sein, was längst nicht jede Agentur abdecken kann.

Wer sich mit klaren Anforderungen an mehrere Adressen wendet, wird in der Folge auch mehrere aussagekräftige Angebote bekommen und vergleichen können. Ein sorgfältiger Vergleich lohnt sich, denn die Zusammenarbeit mit einer SEO-Agentur ist nicht selten langfristiger Natur. Deshalb kann es auch von Vorteil sein, gezielt eine SEO-Agentur zu beauftragen und nicht etwa die Marketing-Agentur, mit deren Hilfe man die Website (und anderes) entwickelt hat. Die Marketing-Agentur kann gewechselt werden, die SEO-Agentur bleibt.

Am Ende mag die Geld-zurück-Garantie bei der Entscheidung für eine SEO-Agentur also durchaus eine Rolle spielen. Nur eines sollte klar sein: Zaubern können diese Agenturen nicht, zum guten Online-Marketing gehört sehr viel mehr als nur die Suchmaschinenoptimierung.

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