IT im Maschinenbau: Konvergente Kommunikation im Web als Trend

Das ist schon ein interessanter Zufall: Während Facebook sein neues, integriertes Messaging vorstellt, spricht man beim VDMA (dem Verband der Maschinenbauer) von derselben Grundidee als Trend. Dr. Andreas Schumann, CTO KHS GmbH und Ausschussvorsitzender Informatik beim VDMA, spricht davon, dass „die verschiedenen Formen der Kommunikation zusammen wachsen“. Konkret erwähnt er Telefonie, Video-Konferenzen und Instant Messaging.

Es gibt hier also einen latenten Bedarf, sowohl auf der Ebene des eher privaten Gebrauchs (auf Facebook) wie auch im Einsatz für Unternehmen (hier der Maschinenbau).

Die Engstelle hierzu bildet ohne Zweifel die Telekommunikationsbranche, die mit der immer deutlicher werdenden Konvergenz der Kommunikationskanäle im Internet ihre bisher dominante Stellung teilweise verlieren wird und dementsprechend diesen Prozess zu verzögern sucht.

Interessant ist übrigens auch, was Herr Dr. Schumann zum Thema „Social Media“ zu sagen hat. Insgesamt also 6 Minuten für ein Video-Interview, die sich lohnen (via BusinessLounge Interactive).

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Erstmal vielen Dank für das Lob in Richtung des Video-Interviews. Das zu hören, wird Sprecher, Moderator und Team freuen.

    Zum Thema „Verzögerung der Konvergenz der Kommunikationskanäle durch die Telekommunikationsbranche“: Denken Sie nicht, dass sich diese Verzögerungstaktik – sofern sie denn besteht – eher negativ auswirken würde? Kleinere Unternehmen würden Lösungen anbieten und auf den Markt preschen. Ich persönlich glaube, dass auch die „Großen“ erkannt haben, was die Stunde schlägt und ihr Heil in der „Flucht“ nach vorne suchen. Profitieren würden davon alle.

  2. @Volker: Natürlich wirkt sich die Verzögerungspraxis negativ aus und wir brauchen da auch gar nicht im Konjunktiv zu reden, weil sie nämlich heute schon praktiziert wird.

    Warum gibt es heute an praktisch jedem Arbeitsplatz immer noch einen Telefonapparat (als Hardware), wo doch über ein Headset und eine Software auf dem PC (oder Notebook) ebenso gut telefoniert werden könnte? Hier geht es schlicht um Marktinteressen, weil mit Telefonanlagen (viel) Geld zu verdienen ist, die Umstellung auf das virtuelle Telefon aber nicht den Herstellern traditioneller Anlagen zugute kommen würde. Diese machen deshalb einfach weiter, als wenn nichts wäre und setzen auf die Macht der Gewohnheit bei ihren Kunden…