Payback: Das neue Buch von Frank Schirrmacher

Payback Schirrmacher 2009

Frank Schirrmacher hat ein neues Buch geschrieben und ich eine Rezension dazu (auf Carta). Im Buch wird übrigens das Internet-Manifest zitiert (These Nr. 7, auf Seite 125 im Buch):

„Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.“

Diese Sequenz hat Robin Meyer-Lucht ins Manifest eingebracht (den zweiten Satz in Anlehnung an Scott Rosenberg). Frank Schirrmacher hat die These im Buch allerdings nicht vollständig zitiert: Den letzten Satz, den mit den klassischen Medienhäusern, hat er unterschlagen.

Ein Auszug meiner Rezension zu Payback:

„So betrachtet erinnern Schirrmachers Ausführungen zum Internet recht stark an die Auseinandersetzungen mit dem Maschinenzeitalter im frühen 20. Jahrhundert, als nicht wenige Denker glaubten, der Mensch würde zum Rädchen im Getriebe degradiert und sei so nicht mehr Herr seiner Schöpfung. Hundert Jahre später sind es die Informationsströme des Internets, Algorithmen und natürlich immer wieder Google.“

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  1. Schirrmachers Kopf mag überfordert sein, aber wieso nimmt er sich das Recht heraus, über die Köpfe anderer zu schreiben? Es kann auch keine Alterserscheinung sein: Schirrmacher ist Jahrgang 1959, ich bin Jahrgang 1950 und fühle mich in der Welt hinter dem Bildschirm ganz wohl – jedenfalls nicht überfordert.

    Schirrmachers Sicht des Menschen ist rein mechanistisch und damit menschenverachtend. Wir reagieren nicht nur hilflos auf die Informationsflut, wir passen uns an. Man nennt das übrigens „Evolution“. Siehe dazu auch: http://tinyurl.com/yzlbqr4