Wozu Wikis?

Immer wieder stelle ich fest, dass in Unternehmen das Wissen um Wikis nach wie vor eher dünn ist. Man hat davon gehört und kennt die Wikipedia. Einen Bezug zum eigenen Unternehmen aber kann man oft nicht herstellen. Vor allem aber fehlt es am Vorstellungsvermögen, was Wikis eigentlich leisten können bzw. wie man sie einsetzen kann.

Deshalb habe ich die folgende Präsentation erstellt, die bewusst in einfachen Bildern veranschaulichen soll, was Wikis sein können:

Wozu Wikis? from bwlzweinull

24 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Nette Präsentation, ein paar ganz konkrete,anschauliche Beispiele wären noch ganz gut, z.B. „Meier und sein Team nutzen Wikis für xy und machten folgende Erfahrungen…“
    Mir fehlt allerdings auch noch Tagging von Seiten, auch wenn das von vielen als „Technik für Fortgeschrittene“ angesehen wird. Eine Seite kann damit in mehreren Ordnern gleichzeitig sein, man ist nicht gezwungen sich für genau einen Ablageort zu entscheiden bzw. von Anfang an eine starre und verbindliche Ablagestruktur festzulegen bzw sich darauf zu einigen. Dies verdeutlicht, dass sich Wikis dynamisch und bedarfsgerecht entwickeln können, z.B. auch Visualisierungen per Tag Cloud etc. Darüber hínaus ermöglichen Tags eine indirekte Verlinkung von Seiten und die dynmaische Generierung von „neuen Ordnern“ (Stichwort: „Filter on the way out, not in“).

  2. @Sebastian: Guter Hinweis auf die Tags. Ich hatte das noch überlegt, wollte aber auch nicht zu ausführlich werden. Auch RSS als Thema fehlt, eben wegen der „Technik für Fortgeschrittene“. Warten wir mal das weitere Echo ab.

  3. Ich muss mich da Sebastian anschließen. Die Präsentation an sich ist zwar gut gemacht (gemeint?), bietet aber auch nur die üblichen Behauptungen: Wikis sind schneller, effektiver, schöner – überhaupt besser. Das alles hat man schon oft gehört und gelesen. Was auch hier fehlt, ist die Argumentation, der konkrete praktische Bezug. WAS genau macht Wikis denn so effizient? Für welche Arten von Informationen ist das geeignet? Und inwieweit würden sich gewohnte Arbeitsweisen und Abläufe ändern?

    Bei allem Respekt vor der Arbeit: Einen „Büromenschen“, der üblicherweise alles in Word-Dokumente hämmert, wird man auf diese Weise kaum überzeugen, statt dessen nun alles in ein Wiki zu hämmern (was im Übrigen auch gar nicht unbedingt sinnvoll wäre).

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  9. Sorry, wenn ich schon wieder den Nörgler vom Dienst mache, aber als Wiki-Unkundiger würde ich zu der Grafik sagen: Aha, zentrales Bearbeiten von Dokumenten. Geht das nicht auch mit Google Docs (Zoho, Backpack, Mindmeister, Ubidesk usw.)?

    Ich denke, wenn man den Nutzen und das Potenzial von Wikis aufzeigen will, muss man schon sehr viel konkreter werden. Denn Wikis sind nicht generell toll und für jeden gleichermaßen von praktischem Nutzen.

  10. @recipient: Dokumente zentral bzw. kollaborativ bearbeiten kann man natürlich in Google Docs (oder bei Microsoft z. B. mit Sharepoint). Bei einer vergleichsweise oberflächlichen Argumentation gibt es dann keine Gründe mehr für den Einsatz von Wikis.

    Holt man weiter aus (wie teilweise in der Präsentation dargestellt), können Wikis natürlich mehr: Ältere Versionen von Seiten bleiben automatisch erhalten und Multimedia-Inhalte lassen sich leichter einbetten. Dazu kommen die Kommentarfunktion (wie in Blogs), die Benachrichtigung über Änderungen via RSS (optional) und eine bessere Verschlagwortung für das Arbeiten mit Tags bzw. Tagclouds.

    Meine Präsentation soll keine vollständige Darstellung der Möglichkeiten von Wikis sein, sondern den Einstieg erleichtern, indem ich mit Analogien zur Welt der Ordner und Papiere versuche, eine „Brücke“ zu schlagen…

  11. Schon klar, ich finde ja auch weder die Präsentation noch das Schaubild schlecht, keineswegs. Und ich habe selbst auch noch keine bessere Erklärung zustande gebracht. Ich fürchte nur, dass die anvisierte Zielgruppe – „Büromenschen“ -, so sie sich denn mal auf solche Seiten verirren sollte, auf diese Weise nicht angesprochen, geschweige denn überzeugt wird.

    Wir, die wir uns „auskennen“, sollten versuchen, noch stärker konkrete Vorteile der neuen Werkzeuge herauszuarbeiten und anschaulich zu machen. Ich weiß aber selbst, wie schwierig das ist. 😉

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  13. @recipient
    die Grafik ist nicht für jeden selbsterklärend. Aber m.E. besser wie der Einstieg mit „wir alle kennen Wikipedia“.

    vielleicht stimmt einfach die Reihenfolge nicht? Statt Wiki erklären erst Kollaboration erklären:

    1. Lernziel: wo liegt der Nutzen kollaborativ ein gemeinsames Dokument zu bearbeiten (Google Doc/ Tabelle, Wiki, Sharepoint… egal). Erst wenn dies verstanden worden ist (kontrollieren :-) ) geht es weiter.

    2. Lernziel: welche neuen Probleme handelt sich man mit dem neuen Werkzeug ein. (wer hat was geschrieben, Versionen, unübersichtlich bei längeren Dokumenten…) und wie werden die mit einem Wiki gelöst.

  14. Ja, das könnte durchaus ein Ansatz sein. Ich denke auch, dass zunächst potenzielle Vorteile webbasierter Zusammenarbeit aufgezeigt werden sollten, bevor man spezifische Werkzeuge thematisiert.

    Wobei immer gilt: Je plastischer, desto besser. Mit abstrakten Schaubildern, so nützlich sie im Einzelfall auch sein mögen, umgeht man im Grunde den entscheidenden und schwierigsten Part: Die Ideenfindung hinsichtlich konkreter Anwendungsbeispiele aus der alltäglichen Verwaltungs- und Managementpraxis. Meines Erachtens führt aber kein Weg daran vorbei, wenn man nicht nur überreden, sondern überzeugen will.

    Im Falle von Wikis kann einem dabei übrigens durchaus auch bewusst werden, dass sie tatsächlich längst nicht für jeden geeignet sind, und mancher vielleicht mit einem klassischen PM-Tool, Google Docs oder ähnlichem besser bedient wäre. Mir jedenfalls ging es so. 😉

    Aber es kann ja nicht schaden, sich ab und zu mal wieder selbst zu erden.

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  17. @recipient

    Das Kleben am Werkzeug ist m.E. kein spezielles Wiki-Problem. „Briefe mit Excel“, „Adresslisten in Word“, Excel als DWH“…

    aber das bekannte Hammer-Problem haben natürlich auch Wiki-Fans. Der Hammerexperte versenkt dann auch gern mal ne Schraube …

  18. schöne Präsentation, gefällt mir sehr gut.
    Ich finde es allerdings immer wieder interessante wie inzwischen viele Unternehmen Wikis nutzen, ohne dass es ihnen bewusst wird.
    Z.B. weil ein Stück Businesssoftware Wiki-Funktionen inkludiert hat und diese längst für unverzichtbar betrachtet werden.

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  20. Vorteil für den Aktenordner:

    Der geht auch wenn der Strom ausfällt, der Server abgeraucht ist oder die Desktopkiste repariert werden muss. Auch lässt sich der nicht so einfach kopieren oder vom Praktikanten vollständig vernichten. Er zwingt mich motorisch aktiv zu sein und nicht nur stur auf der Tastatur zu hämmern. Er entspannt meine Augen und lässt mich einen Desktop erstellen ohne zusätzliche Monitore aufzustellen. Ein Griff, ein Kniff und ich habe was ich brauche – ganz ohne neues Tab und Suchbegriff abklappern.
    Aber das zählt alles nicht, weil er uncool ist.

  21. @Anonymous: Wenn der Praktikant das ganze Wiki löschen kann, sollte man vielleicht bei der Vergabe der Benutzerrechte ein klein wenig vorsichtiger sein… 😉

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