Eiszeit für kommerzielle Blogs?

Die Krise ist da, wer wollte das noch bestreiten? In den USA kürzen die ersten kommerziellen Blogs schon ihre Belegschaft: Gawker Media streicht 19 Stellen, darunter 3 (von insgesamt 5) bei Valleywag. Die Begründung ist einfach, man rechnet für das kommende Jahr mit einem deutlichen Einbruch bei den Werbeeinnahmen (via Turi2).

Das ist ein ausgesprochen schlechtes Zeichen, da so die Krise leicht zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird: Wenn nur genug Unternehmen glauben, dass schlechte Zeiten kommen und deshalb anfangen, ihre Ausgaben zu kürzen sowie Investitionen aufzuschieben, ist die Krise schon da, egal wie die sonstigen Umstände aussehen!

Nur gut dass bei uns in Deutschland alles anders ist: Von kommerziellen Blogs ist ja weit und breit so gut wie nichts zu sehen, wer wollte da etwas kürzen? Statt dessen schreiben hier jetzt Blogger über Finanzfragen, von denen man das  früher so gar nicht gedacht hätte: Fefe macht jetzt auf Banken, der Werbeblogger analysiert die Finanzkrise und Don Alphonso reibt sich am Handelsblatt, das einen beunruhigenden Blogartikel über mögliche Ausfälle bei deutschen Banken schnell wieder hat verschwinden lassen.

Schöne Aussichten sind das. Und möge sich jeder seinen Humor bewahren, wir werden ihn noch brauchen…

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das Klima wird rauher – zmindest für alle, die ausschließlich oder zum
    größten Teil von Werbung leben wollen; aber ob wir deshalb gleich von einer Eiszeit für kommerzielle Blogs sprechen müssen 😉

  2. @Rainer: Ich hoffe auch, dass es nicht so schlimm kommt. Deshalb habe ich es vorsichtshalber auch als Frage formuliert! 😉

  3. ein revolutionär neues und solides Geschäftsmodell !

    Man verzichtet auf Aktivitäten, z. Bsp. Blog und freut sich später über die nicht eintretenden Umsatzrückgänge.

  4. @Frank: Wirklich lustig, aber Euch hatte ich da nicht im Blick. Euer Blog ist ja auch nur Mittel zum zweck (und nicht Selbstzweck)…